Das Schlitzohr
Spannende Jagdgeschichten und das Teilen der gemeinsamen Passionfürs Waidwerk mit anderen Jägern & Jägerinnen gehören für mich zu den schönsten Seiten der Jagd. Ich bin Marty, 30 Jahre alt, Jungjägerin in meinem dritten Jagdjahr und ich liebe es, den Erlebnissen und Abenteuern der anderen zu lauschen.
Und ich freue mich umso mehr, nun auch als Jungjägerin, die ersten eigenen Geschichten erzählen zu können.

Zur Jagd gefunden habe ich durch mein Studium im Bereich Naturschutz & Landschaftsökologie, aber eben auch durch spannende Geschichten und eine intensive (wissenschaftliche) Auseinandersetzung mit dem Thema Jagd und allem, was dazu gehört. So gehen für mich Studium, Freizeit & Berufswahl seitdem Hand in Hand und die Jagd ist heute zentraler Teil meines Lebens. Diesen Sommer erlebe ich das dritte Mal die Blattzeit unseres Rehwildes – ein herrliches Naturschauspiel und ein faszinierendes Highlight im Jagdkalender. Da sich zu dieser Zeit der Rehbock besonders gut bejagen lässt, habe ich auch in diesem Jahr meine Ausrüstung gepackt und in der Eifel auf den roten Ritter gewaidwerkt. Mit im Gepäck war neben meiner Büchse, meinem Blatter und dem Pirschstock selbstverständlich auch die passende Munition in Form der GECO STAR im Kaliber 8x57 IS.
Was ich in dieser Blattzeit erleben konnte, lest ihr in den folgenden Zeilen…
Wenn die Maisfelder bereits mannshoch gewachsen sind, der Weizen erntereif und die Tage langsam, aber spürbar kürzer werden, ist die große Zeit der der „roten Ritter“ gekommen.
Ende Juli beginnt die Rehbrunft. Das Rehwild ist nun wieder aktiver. Nicht nur Plätz- und Fegestellen verraten die Anwesenheit zahlreicher Böcke. Überall im Revier ist Bewegung und es lassen sich zahlreiche Böcke bestätigen.
Lockjagd in der Rehbrunft
Die Böcke lassen sich nun gut locken. Dabei spielt es keine große Rolle, ob man den charakteristischen „Pia-Laut“, dem Brunftruf der Ricke, mit dem Mund, einem Buchenblatt, oder einem speziellen Blattinstrument nachahmt.
Ich bevorzuge eine kurze Pirsch durch den Wald um einen geeigneten Blattstand auszumachen und es von hier auf einen Bock zu versuchen.
Im Wald kann der Bock plötzlich und auf kürzeste Distanz vor dem Jäger auftauchen. Der Feldbereich hat andere Herausforderungen. Wenn der Bock aus dem Wald kommend zusteht, sieht man ihm vom Weiten kommen, jedoch ist hier die Schussdistanz in der Regel deutlich größer.

Die richtige Ausrüstung für die Blattzeit
Die Jagd auf den brunftigen Bock ist oft dynamisch und daher besonders herausfordernd für Jäger und Ausrüstung. Eine führige Waffe mit variablem Glas und geringer Grundvergrößerung ist eine gute Wahl. Bei der Munition verwende ich eine Patrone mit bleifreiem und massestabilem Geschoss. Das Geschoss sollte gut, aber wildbretschonend wirken.
Meine Wahl ist daher die bleifreie GECO STAR im Kaliber 30-06 Springfield.

Begegnung mit dem Schlitzohr
Mir ist seit längerem ein mehrjähriger Bock bekannt.
Ich nenne ihn „Schlitzohr“, aufgrund einer alten, markanten Lauscherverletzung. Schlitzohr hat seinen Einstand nahe einer Feld-waldkante. Hier hat er Ruhe und ein attraktiver Luzerneacker ist auch nicht weit. Er hat ein Gabelgehörn mit ungewöhnlicher Perlung.

Ich wähle einen Stand in der Nähe aus …
… und sehe Schlitzohr noch kurz bevor er im Wald verschwindet. Nach einiger Wartezeit, beginne ich mit zarten Fieblauten. Nach drei Serien steht Schlitzohr plötzlichen in den Luzernen. Obwohl er unstet hin und her zieht, kann ich die kurze Chance nutzen, in der er breit und auf Schussdistanz vor mir steht.

Ich trage ihm eine saubere Kugel an und er verendet im Knall. Es ist eine besondere Freude, einen solchen Bock in der Blattzeit zu erlegen. Neben dem besonderen Erlebnis und hervorragendem Wildbret kann ich eine tolle Trophäe in Besitz nehmen. Auf meine Ausrüstung und auf die GECO STAR ist auch dieses Mal wieder Verlass.
Text: Marlon Santoro
Bilder: Martina Rohn
Büchsenpatronen
GECO STAR
Das GECO STAR ist ein bleifreies Deformationsgeschoss mit maximaler Tiefenwirkung und hohem Restgewicht.
Kaliber:
GECO STAR

