Ein Pirschgang im irischen Hochland

Matthias ist Vollblutjäger. Er stammt aus einer traditionsreichen Jägerfamilie und ist mit der Jagd von Kindheit an aufgewachsen. Seine jagdlichen Wurzeln liegen in den rheinischen Feldrevieren der Kölner Bucht – Gegenden mit gutem Niederwildbesatz. Wer diese Reviere kennt, weiß, dass Hase, Rebhuhn und Fasan sehr unterschiedliche Anforderungen an ihren Lebensraum stellen. Eine intensive und professionelle Hege ist hier unerlässlich – eine Kernaufgabe des engagierten Niederwildjägers.

Und was wäre ein passionierter Jäger ohne Hund? Da Matthias von klein auf mit Jagdhunden aufgewachsen ist, war es selbstverständlich, dass er später eigene Hunde führen würde. So zogen zunächst Deutsche Jagdterrier und später Deutsch Drahthaar bei ihm ein – zuverlässige Jagdhelfer für vielseitige Einsätze.

Neben der heimischen Jagd entwickelte sich früh eine weitere Leidenschaft: die Jagd im europäischen Ausland. Nicht nur fremde Reviere und unterschiedliche Wildarten reizen ihn, sondern vor allem der Austausch mit ortsansässigen Jägern und das Kennenlernen ihrer jagdlichen Traditionen. Genau diese Neugier führte ihn schließlich nach Irland.
 

Jagd in den Highlands Irlands

Die grüne Insel Irland faszinierte mich schon lange mit ihren beeindruckenden Landschaften. Neben den bekannten saftig grünen Weiden, auf denen Kühe grasen, hat Irland vor allem eines zu bieten: die Highlands. Karge Heidelandschaften und ausgedehnte Moorgebiete erstrecken sich hier bis zum Horizont.

Diese Hochlagen waren einst dicht bewaldet, wurden jedoch bereits im Mittelalter großflächig gerodet. Über Jahrhunderte hinweg dienten sie nahezu ausschließlich dem Torfabbau. Erst seit etwa 50 Jahren werden Teile der Highlands wieder mit Nadelbäumen aufgeforstet, sodass heute weitläufige Altersklassenwälder entstanden sind.

Von dieser neuen Deckung profitiert insbesondere das Damwild, das hier sehr gute Bestände aufgebaut hat. Allerdings ist das Damwild in den irischen Highlands überwiegend tagaktiv, dabei äußerst heimlich und verfügt über ausgezeichnete Sinne. Es in den Brüchen, Mooren und offenen Hochlagen überhaupt zu finden, ist bereits eine Herausforderung – sich dann auch noch ungesehen auf Schussdistanz zu nähern, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Anspruchsvolle Pirsch unter extremen Bedingungen

Die Fortbewegung im deckungsarmen und dauerhaft nassen Gelände der Highlands ist extrem anspruchsvoll. Der Untergrund ist uneben, tückisch und oft versinkt man bis zur Hüfte in wassergefüllten Löchern. Vorteilhaft ist es, die jahrhundertealten Wechsel des Damwildes zu nutzen. Um überhaupt in Schussdistanz zu kommen, bleibt dem Jäger häufig nichts Anderes übrig, als sich kriechend anzunähern.

All das macht deutlich: Die Jagd in den irischen Highlands stellt höchste Anforderungen an den Jäger. Er muss körperlich fit, ausdauernd und absolut trittsicher sein, da auf der Pirsch große Distanzen zurückgelegt werden. Nach dem Erlegen eines Stückes ist zudem die selbstständige Bergung Pflicht.

Die Pirsch erfolgt strikt nach den Regeln der Jägerskunst – unter konsequenter Berücksichtigung des Windes und durch optimale Nutzung der Geländegegebenheiten. Ebenso entscheidend ist die richtige Ausrüstung: Hochwertige, wind- und wasserdichte Bekleidung ist in diesem Klima unverzichtbar.

Waffe, Munition und Schießfertigkeit

Besonderes Augenmerk liegt auf der Schießfertigkeit sowie der Wahl von Waffe und Munition. Oft lässt sich das Damwild nicht näher als etwa 200 Meter anpirschen. Da ausschließlich auf der Pirsch gejagt wird, muss der Jäger sicher aus dem Liegen oder vom Pirschstock auf diese Distanz schießen können.

Da in Deutschland weite Schussdistanzen eher selten sind, verfügen viele Jäger nicht über klassische Weitschusskaliber. Das ist jedoch kein Nachteil, wenn die passende Laborierung gewählt wird. Ich selbst jage mit dem Kaliber 8×57 IS – sicher kein typisches Weitschusskaliber. In Kombination mit einem leichten Geschoss lässt sich damit jedoch auch auf größere Distanzen zuverlässig jagen.

Für diese Anforderungen setze ich auf die bleifreie GECO ZERO. Das leichte Geschoss bietet eine gestreckte Flugbahn und überzeugt gerade im schwierigen Gelände der Highlands. Selbst kurze Totfluchten stellen hier eine Herausforderung dar. Die hervorragende Augenblickswirkung, die hohe Ausschusswahrscheinlichkeit durch den Restbolzen sowie das zuverlässige Zeichnen des Wildes bestätigen meine Wahl.

Fazit

Selten müssen so viele Faktoren gleichzeitig stimmen wie bei der Jagd in den schroffen irischen Highlands. Wind, Wetter und Wildverhalten entziehen sich dem Einfluss des Jägers. Das jagdliche Setup hingegen – Ausrüstung, Munition und Vorbereitung – liegt vollständig in seiner Hand.

Fehlt nur noch ein Quäntchen Glück.

Waidmannsheil.

Text: Marlon Santoro
Bild: Marlon Santoro & Martina Rohn

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